Impressum & Pseudonymservice – autorenglück.de

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Privatsphäre und Schutz dank Impressumsservice

Das erste Mal bin ich mit dem Thema Impressum in Berührung gekommen, als ich dabei war, meinen eigenen Blog zu gründen (2016). Aus Unsicherheit und weil ich was so ein Vorhaben angeht ein Kopfmensch bin, habe ich mich vorab versucht über alles Mögliche zu informieren, um mir rechtlich nichts zu Schulden kommen zu lassen. Kein sehr leichtes Unterfangen. Viele Jahre habe ich meine private Adresse im Impressum angegeben und gedacht, da würde eh nie jemand danach schauen, also hätte ich auch nichts zu befürchten.

Doch dann berichteten immer mehr Blogger von merkwürdigen Ereignissen und sogar Stalking. Als ich dann schwanger wurde, hatte ich das Bedürfnis den Wurm und meine Familie zu schützen. Es erschien mir falsch unser Zuhause für die Öffentlichkeit offen zu legen. Also informierte ich mich, was ich tun kann und stieß auf einen Impressumsservice.

Was ist es dir Wert, dich und deine Familie zu schützen?

Diese Frage hallte in meinem Kopf lange nach, als ich die Preise gesehen hatte. Teilweise wurden pro Monat 40 Euro verlangt, um die Adresse für das eigene Impressum nutzen zu können. Trotz, dass ich das Bedürfnis hatte uns zu schützen, war mir das einfach zu teuer. Ich dachte darüber nach, den Blog offline zu setzen.

In der Zeit begann ich mein erstes Manuskript zu schreiben und beschäftigte mich natürlich auch dort mit allen Dingen, die zu einer Veröffentlichung eines eigenen Buches im Selbstverlag gehörten. Und auch hier musste ich wieder bitter aufstoßen, da man im Buch ein Impressum angeben muss. Ist man Autor in einem Verlag, wird diese Adresse angegeben, als Selbstverleger müsste man seine eigene eintragen.

Einen Ausweg fand ich dank einer befreundeten Autorin. Ich bemerkte immer öfter dieselbe Adresse im Impressum bei verschiedenen Autoren und fragte nach. Als ich die empfohlene Seite dann aufrief und die Preise sah, war ich überglücklich und erleichtert. Durch diesen Impressumsservice war es mir möglich meine Privatsphäre zu schützen und das zu einem unschlagbaren Preis.

Warnung vor autorenservices.de

Nachdem ein Beitrag von Andreas Hagemann (Link führt zum Beitrag) die Runde machte und meine befreundete Autorin ebenfalls darauf aufmerksam machte, habe ich angefangen zu recherchieren. Zum Schluss lief alles darauf hinaus, dass der Inhaber des Impressumsservice weder beim Finanzamt noch beim Gewerbeamt oder sonst irgendwo gemeldet ist. Auch meine Anrufe gingen ins Leere. Keine Antworten per E-Mail oder postalisch. Von den zuständigen Ämtern erfolgte der Rat, lieber die Finger von dem Service zu lassen und ggf. Anzeige zu erstatten. Dies könnte allerdings schwierig werden, da es nicht der richtige Name des Inhabers zu sein scheint und dieser sich wohl in Luft aufgelöst hat.

Nichtsdestotrotz musste eine Lösung her, da der Impressumsservice in Fulda nicht mehr rechtens ist. Zuerst ging ich der Frage nach, was denn nun mit den bereits gedruckten Büchern ist, die den Service genutzt und die Adresse im Impressum stehen haben.

Dazu habe ich folgendes gefunden:

Der Suhrkamp-Verlag entstand aus dem S.Fischer-Verlag und hatte seinen ursprünglichen Sitz in Berlin (Adresse im Buch-Impressum also Berlin).

Nach dem Krieg verlegte der Suhrkamp-Verlag seinen Sitz nach Frankfurt/Main. In den alten Büchern stand im Impressum aber Berlin, während die neuen Bücher mit Frankfurt/Main ausgestattet wurden.

2009 verkaufte Joachim Unseld seine Anteile am Verlag, worauf der Verlag von Frankfurt/Main wieder nach Berlin wechselte. Im Buch-Impressum steht nun also wieder Berlin als Sitz des Verlages. In den vielen Büchern seit 1945 steht aber Frankfurt/Main.

Wir glauben nicht, dass alle verkauften Suhrkamp-Bücher eingesammelt und im Impressum korrigiert werden. Wichtig ist die Richtigkeit des Impressums zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bzw. der Neu-Auflage.

Fazit
  • Vorhandene (also bereits gedruckte), noch nicht verkaufte Exemplare müssen nicht auf den Scheiterhaufen. Bei einem On-Demand-Buch sollte eine Neuauflage mit korrigiertem Impressum angestrebt werden, damit die neu gedruckten Bücher das richtige Impressum enthalten.
  • Nachsendeauftrag beantragen. Mal abgesehen von Fanpost, die du nie erhalten würdest, wäre es fatal Dokumente von Ämtern nicht zu erhalten.

Und weil ich ebenfalls nach einer Lösung für mein Impressum gesucht habe und seitdem ich an meinem ersten Buch schreibe den Wunsch habe Selfpublisher unterstützen zu wollen, haben wir nach Absprache verschiedener Stellen selbst einen Impressums & Pseudonymservice ins Leben gerufen. Besonders wichtig war mir dabei, authentisch und transparent zu sein.

Wir lesen uns 


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